Fast Food und Wein richtig kombinieren

Manche Menschen haben eine Leidenschaft für Wein, andere können sich für gutes Essen begeistern. Und wiederum andere mögen es am liebsten, beides zu kombinieren. Dass Wein hervorragend zu bestimmten Gerichten passt und den Genuss steigert, ist längst bekannt. Aber wie sieht es mit Fast Food aus? Macht Wein auch neben Pizza, Burger, Döner und Co. eine gute Figur?

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  • 14.07.2019
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Rotwein und Pizza
© Edward Eyer/www.pexels.com

Fast Food hat in den vergangenen Jahren ein deutlich besseres Image gewonnen. Sogenannte Street Food Festivals, die überall wie Pilze aus dem Boden zu schießen scheinen, zeigen das. Fast Food wird längst nicht mehr als qualitativ minderwertig angesehen. Und auch die Kombination mit einem guten Wein erscheint vielen nicht mehr abwegig. Tatsächlich muss es nicht immer die exzellente Küche sein, die vom edlen Tropfen begleitet wird. Wein passt auch hervorragend zu „ungesundem“, fettigem Essen.

Wein zum Essen: Worauf muss man achten?

Egal, um welche Kombination von Wein und Essen es sich handelt – wichtig ist, dass beide Partner sich ergänzen, statt sich gegenseitig auszustechen. Das bedeutet, dass der Geschmack und die Intensität eines Weins nicht das Essen dominieren oder überlagern sollte. Gleichzeitig muss der Wein dem Essen allerdings die Stirn bieten können. Er darf nicht zu schwach sein und neben dem Geschmack des Essens untergehen. Jeder Partner muss auf harmonische Weise mit dem anderen mithalten können.

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Wein und Pizza

Als Begleitung zur Pizza sollten Weine über genug Säure und sanfte, fruchtige Aromen verfügen. So ergänzen sie ideal den meist fettigen und herzhaften Geschmack der Pizza. Rotweincuvées, junge Rote oder Rosés können eine gute Figur neben dem beliebten Fast Food machen. Natürlich kommt es aber auch auf den Belag an. Befinden sich zum Beispiel Sardellen oder Meeresfrüchte auf der Pizza, greifen Weintrinker am besten zu einem Weißwein. Und auch bei vegetarischen Pizzen mit viel Gemüse bieten sich Rosés und Weißweine eher an als Rotweine.

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Wein und Burger

Zu Burgern mit kräftigem Rinderhack, Käse und speziellen Zutaten wie zum Beispiel Speck oder Ei schmecken am besten Rotweine mit etwas Körper und einer rauchigen Note. Ist der Burger hingegen mit Hühnerfleisch belegt, bieten sich frische Rosé- und Weißweine an. Vegetarische Varianten, die derzeit immer beliebter werden, harmonieren mit weichen Weißweinen.

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Wein und Döner

Die türkisch-deutsche Spezialität benötigt einen intensiven und starken Weinpartner. Empfehlenswert ist ein rauchiger Rotwein mit dem Geschmack nach roten Früchten, wie zum Beispiel ein Dornfelder.

Wein und Currywurst

Um dem typischen Geschmack der Currywurst die Stirn bieten zu können, benötigt es einen fruchtigen, knackigen Wein mit Zitrusnoten. Ein Sauvignon Blanc eignet sich hier besonders gut.



Wein und Hot Dogs

Zum klassischen Hot Dog mit Senf und Ketchup passen aromatische Weißweine, zum Beispiel mit Gewürztraminer. Befinden sich auch knackige Zwiebeln auf dem Hot Dog, darf es auch ein leichter Rotwein sein.

Wein und Chips

Auch wer abends gerne zu einer Türe Kartoffelchips greift, muss auf den Weingenuss nicht verzichten. Denn säurehaltige Weißweine, zum Beispiel Chardonnay, ergänzen den salzigen und fettigen Geschmack der Chips perfekt.

Wer es intensiver mag und gerne Barbecue Chips isst, kann hierzu auch einen intensiveren Wein wählen. Rotweine mit würzigen, erdigen Noten passen sich dem Geschmack hervorragend an – Barbecue Chips und Pinot Noir ergeben zum Beispiel eine Kombination, die es sich auszuprobieren lohnt.

Zu Käse-Nachos passen wiederum Weißweine mit leichtem und zitronigem Geschmack. Ein Sauvignon Blanc bietet sich hier an.

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Wein und Popcorn

Wer gerne Popcorn nascht, sollte zu Weißweinen mit gewissem Säuregehalt und nussigem Geschmack greifen. Denn die Säure gleicht nicht nur den butterigen Popcorn-Geschmack aus. Umgekehrt schafft es auch das Popcorn, den nussigen Geschmack des Weins zu intensivieren. Chardonnay oder Weißburgunder können gute Partner sein.



Wein und Schokolade

Nach deftigen Speisen hat man oft Lust auf etwas Süßes zum Abschluss. Und auch für diesen Fall gibt es die richtige Weinbegleitung. Grundsätzlich gilt: Je süßer die Speise, desto süßer sollte auch der Wein sein. Zum Genuss von Schokolade und anderen Dessert passen deshalb Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen oder Portweine.


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